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Amalie (Essen)

 

Amalie ist ein zurzeit noch aktiver Wasserhaltungsstandort, der sich zentrumsnah in Essen befindet. Der Standort ist nicht für die aktive Wasserhaltung nach dem Ende des Bergbaus vorgesehen. Dieser Standort bietet lediglich den Zugang zur Tiefe und ist ein Sicherungsstandort, der bei Bedarf kurzfristig mit Wasserhebungspumpen ausgerüstet werden kann. Dieser Standort ist für eine Grubenwassernutzung akut, da auf dem umliegenden Zechengelände das Stadtquartier ESSEN 51 entsteht und die Grubenwasserwärme einen Teil des Energiekonzeptes werden könnte. Die alleinige Versorgung durch Grubenwasserwärme wird nicht ausreichen, da der Wärmebedarf sehr hoch ist.

Im Demonstrationsvorhaben „Integration von Grubenwasserwärme in Systeme mehrerer Wärmequellen“soll Grubenwasser als Erdwärmequelle in einer Tiefe von ca. 850-1.000 m erschlossen werden. Der Schacht soll zwar von der Tagesoberfläche bis zum Niveau der 8. Sohle kohäsiv verfüllt werden, verfügt als Sicherungsstandort aber über 2 Hüllrohre und ist somit für das Grubenwasser zugänglich. In den Schacht unterhalb der 8. Sohle soll ein Wärmetauscher in das Grubenwasser eingebracht werden. In einem geschlossenen Rohrsystem zirkuliert ein Trägermedium und fördert so die Wärme an die Oberfläche. Durch diese technische Lösung werden die technischen Anforderungen und die Kosten der Förderung der Wärme an die Oberfläche geringgehalten. Heute werden in ca. 1.000 m Tiefe zwei Volumenströme angenommen, deren Mischwasser eine Grubenwassertemperatur von rund 26 °C aufweist. Für die Förderung der Wärme sind nur geringe Verluste zu erwarten. Da die Wärme ganzjährig zur Verfügung steht, kann die Grubenwassernutzung einen Teil der Grundlast für das Projekt ESSEN 51 ganzjährig übernehmen. Dies sichert die Versorgung ab, wenn andere regenerative Energieformen nicht zur Verfügung stehen.

Amalie_51

Essen 51